Julia Brunner
Geschrieben von Julia Brunner

Die vier buntesten Flecken der Erde

Was haben Orte und Viertel in Marokko, Italien, Südafrika und Argentinien gemeinsam? Sie zählen alle zu den farbenprächtigsten Flecken der Erde und wir haben sie für euch entdeckt.

Chefchaouen, Marokko

Marokko ist schon lange weltweit für seine Farbenpracht bekannt, im ganzen Land stechen bunte Häuser und Märkte wie Regenbögen aus der monotonen Wüstenlandschaft hervor. Im Norden Marokkos befindet sich die kleine und abgelegene Provinzstadt Chefchaouen, liebevoll „die Blaue Perle“ genannt. Chefchaouen liegt in 600 Meter Höhe eingebettet zwischen zwei Bergen und vermittelt mit seinen blau und weiß gekalkten Häusern Idylle pur. In Himmelblau erleuchtet die gesamte Altstadt und lädt zum Verweilen ein. Die blaue Farbe soll laut Volksglauben angeblich vor dem „bösen Blick“ schützen, der Unheil über eine Person bringen kann.

Wer shoppen möchte, sollte durch die blaue Altstadt, auch Medina genannt, bummeln. In den klitzekleinen Geschäften bieten die Händler orientalische Gewürze, selbstgefertigte Schmuckstücke und Stoffe an, die in den Katakomben unter der Stadt herstellt wurden. Im Jahr 2013 wurde Chefchaouen sogar in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Manarola, Italien

Im bildschönen Italien lieg der malerische Ort Manarola, eine der ältesten Kleinstädte der sogenannten „Cinque Terre“. Cinque Terre bedeutet „fünf Dörfer“ (wörtlich „fünf Länder“). Die Orte Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore verteilen sich auf einen ungefähr zwölf Kilometer langen Küstenstreifen in der Region Ligurien. Manarola selbst bezaubert mit pastellfarbenen Häusern, steilen Felshängen, kleinen Gassen und einem kleinen Hafen. Traditionell wird hier Wein hergestellt und Fischfang betrieben.

Die makellosesten Badestellen Italiens sind an der Felsenküste von Manarola angesiedelt. Das klare Wasser und die Artenvielfalt des Meeres laden besonders zum Schnorcheln und Schwimmen ein. In Manarola befindet sich außerdem die weltweit größte Weihnachtskrippe, die jeweils am 08. Dezember eines Jahres eingeweiht wird.

Bo Kaap, Südafrika

Bo Kaap ist ein Stadtteil der Metropole Kapstadt. Enge und steile Straßen aus Kopfsteinpflaster zeichnen das Bild dieses Viertels und auch die kleinen Handwerkerhäuser gelten als Highlight dieses Teils der südafrikanischen Hauptstadt. Der etwa ein Quadratkilometer große Ortsteil sticht mit seinen vielen farbenprächtigen Gebäuden heraus. Im Jahr 1780 siedelten sich in Bo Kaap die sogenannten Kap-Muslimen an. Dabei handelte es sich um asiatische Sklaven und Gefangene, die aus der Sklaverei entlassen wurden. Noch heute kann man das orientalische Flair spüren, denn nach wie vor leben über 6.000 Menschen, darunter zahlreiche Muslime, in Bo Kaap.

Alljährlich – immer am 02. Januar – findet das größte Straßenfest der Innenstadt von Kapstadt, der sogenannte „Coon Carneval“, statt. Ursprünglich wurde dieses Fest von den muslimischen Sklaven und Gefangenen eingeführt, die damit ihren einzigen freien Tag im Jahr feierten. Knallbunte und verkleidete Männer mit Sonnenschirmen und weißen Hüten ziehen an diesem Tag durch die Altstadt.

Wer die Geschichte des Viertels genauer kennen lernen möchte, kann sich alle Informationen dazu im Bo Kaap-Museum holen.
Dort können auch Führungen durch das gesamte Viertel gebucht werden.

La Boca, Südamerika

In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires erwartet euch La Boca, das wohl bekannteste Stadtviertel Südamerikas. Auf einer Fläche von mehr als drei Quadratkilometern leben hier ungefähr 46.500 Einwohner. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von rund 14.000 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die bunten Wellblechhäuser von La Boca zählen wohl zu den bekanntesten Wahrzeichen von Buenos Aires.

La Boca entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Viertel italienischer Einwanderer, die in der Industrie tätig waren. Da das Stadtviertel an der Flussmündung des Richauelos liegt, befand sich La Boca im Durchfahrtsbereich der großen Einwanderschiffe. Aufgrund der zahlreichen Werften waren Metalle und Planken im Überfluss vorhanden. Auch waren große Mengen an Farbe vorhanden, die zum Bemalen der bunten Blechdächer der Häuser genutzt wurden.

Die Fußgängerzone Caminito ist heute der Mittelpunkt von La Boca und wird von Cafés, Ateliers und Restaurants eingerahmt, während sich Tangotänzer und Künstler zwischen Touristen und Bewohnern auf der Straße tummeln.

Lass dir mit den farbenfrohsten Flecken der Erde ein Lächeln ins Gesicht zaubern und entdecke doch selbst, am besten mit einem Mietwagen von Sunny Cars einen oder alle vier buntesten Flecken der Erde!

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