Thorsten Lehmann
Geschrieben von Thorsten Lehmann Geschäftsführer / CEO

Kuriose Verkehrsregeln auf Reisen – kann es wirklich wahr sein?

Hast Du das auch schon mal erlebt: Du cruist im Urlaub über die Piste, wirst angehalten und sollst für etwas Bußgeld bezahlen, von dem Du Dich ernsthaft fragst: „Okay – wo ist hier die versteckte Kamera? Der Polizist lacht bestimmt gleich und sagt mir, dass ich hier gerade gehörig verschaukelt werde…!“. Aber spätestens, nachdem die Kreditkarte durch den Schlitz gezogen wurde und Du bedröppelt im Auto zurückbleibst, weißt Du: Das war kein Spaß!

Verkehrsregeln in Urlaub

Doch tröste Dich: Auch mir und vielen anderen ist schon so Manches auf Reisen passiert. Daher haben wir hier einmal ein paar „Highlights der Straße“ für Dich zusammengestellt.

Skurrile Verkehrsregeln

Deutschland: Nackt in Badelatschen on the road.

Wusstest Du, dass Du Dich in Deutschland nackt hinters Steuer setzen darfst? Schließlich handelt es sich beim Fahrzeuginneren um Deinen Privatbereich. Badelatschen beim Fahren sind allerdings ein Problem, wenn Du damit einen Unfall hast. Du nimmst in Kauf, von den Pedalen zu rutschen, wenn Du kein festes Schuhwerk trägst. Damit verletzt Du Deine Sorgfaltspflicht. Ein Bußgeld wird jedoch bei einer Verkehrskontrolle, bei der Du Badeschlappen – oder als Frau High Heels – trägst, nicht fällig. Für Dich bedeutet das, dass Du Dich in Zukunft ruhig nackt mit Badeschlappen hinters Steuer setzen kannst. Nur in eine Verkehrskontrolle kommen und aussteigen solltest Du vielleicht nicht. Außerdem werden beim Verlassen des Fahrzeugs 40 Euro fällig, da Du dann wieder Dein persönliches „Hoheitsgebiet“ verlässt. Also: Fahren ja – aussteigen nein.

Großbritannien: Wasserlassen am Hinterreifennur mit Fahrzeugkontakt erlaubt.

Wer kennt das nicht? Da steht man im Stau oder ist stundenlang auf einer Landstraße unterwegs und muss mal… doch eine Toilette ist weit und breit nicht in Sicht. Aber keine Panik: Wenn Du in Großbritannien unterwegs bist und unbedingt Dein „kleines Geschäft“ verrichten musst, dann darfst Du das per Gesetz tatsächlich direkt am Auto erledigen – auch, wenn Du einen Busch oder Laternenpfahl bevorzugen würdest. Doch Vorsicht: Das gilt nur, wenn Du dabei die rechte Hand am Fahrzeug hast und das ist besonders für uns Männer eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Wer ohne Hand am Fahrzeug beim Wasserlassen erwischt wird, zahlt… Sollte es zu einer derartigen Situation kommen, dann achte bitte darauf, ob der Polizist, der Dir das Knöllchen verpassen will, auch seine Mütze auf hat. Denn nur diese verleiht ihm die notwendige Amtsautorität! Für Dich bedeutet das: Keine Mütze – kein Knöllchen.

Griechenland: Halteverbotsregeln nach geraden oder ungeraden Tagen.

Wer in Griechenland mit einem Mietwagen unterwegs ist, tut gut daran, die landesüblichen Halteverbotsregeln zu kennen. Und jetzt pass‘ gut auf: An ungeraden Tagen gelten alle Halteverbotsschilder mit EINER senkrechten Linie, an geraden Tagen gelten die Schilder mit ZWEI senkrechten Linien. Alles klar? Also bitte nicht verwechseln und das potenzielle Knöllchen lieber gleich bezahlen. Denn der Bußgeldbetrag verdoppelt sich direkt nach Fristüberschreitung. Und bevor Du Dir eine Zigarette im Auto anzündest, solltest Du gut darüber nachdenken, was Du tust: Sind Kinder unter zwölf im Auto, kann das bis zu 1.200 Euro kosten.

Skurille Verkehrsregeln

USA: Schnucki in Kentucky.

Die USA sind ja für so manche Skurrilität bekannt, doch das hier übertrifft alles: Frauen dürfen auf dem Highway nur dann in Badebekleidung fahren, wenn sie von zwei Polizisten begleitet werden oder einen Knüppel im Auto mit sich führen. Eine außerordentlich kreative Regelung – findet Ihr nicht? Denn welche Frau fährt im Bikini zum Supermarkt? Irgendwie eine absurde Vorstellung, wobei wir Männer sicherlich im ein oder anderen Fall nichts dagegen hätten. Allerdings würde sich dadurch wahrscheinlich auch die Unfallgefahr erhöhen. Die Absicht hinter dieser Regelung ist allerdings eine ganz andere und wiederum sehr löblich: Leicht bekleidete Frauen sollen so vor Belästigungen geschützt werden.

Österreich: Übersinnliche Fähigkeiten sind gefragt.

Österreich ist das Land der Geschwindigkeitskontrollen. Doch hier kommen nicht nur Blitzer und Laserpistolen zum Einsatz. Vielmehr musst Du Dich vor dem sogenannten „geschulten Amtsauge“ in Acht nehmen. Denn laut Straßenverkehrsordnung kann es Geschwindigkeitsüberschreitungen bis 30 km/h problemlos erkennen und Dir aufgrund des Kennerblicks ein Knöllchen verpassen. Zweifellos ist gegen diese Technik kein Kraut gewachsen!

Italien: Arrividerci macchina.

Italien ist bekannt für seine wunderbaren Weine. Doch Vorsicht, schau‘ bloß nicht zu tief ins Glas: Wer mit mehr als 1,5 Promille am Steuer erwischt wird, dessen Auto wird rigoros vorläufig vom Staat einkassiert. Sind Fahrer und Halter identisch, bekommst Du das Auto auch gar nicht wieder. Schade, wenn es sich dabei um einen schicken Ferrari handelt… Sex im Auto ist übrigens erlaubt, sofern die Scheiben verhangen oder beschlagen sind –falls nicht, kommt allerdings eine mehrmonatige Haftstrafe in Betracht.

Verkehrsregeln in Ausland

Noch mehr aus „Absurdistan“.

Wer in die Türkei fährt, muss für sein Auto bei Grenzübertritt nicht nur eine Desinfektionsgebühr (?) bezahlen: Nein – beim Überholen und vor Kurven muss grundsätzlich gehupt werden. Das gleiche gilt auf Zypern – allerdings nicht zwischen 21 und 6 Uhr, denn zu dieser Zeit hat die Nachtruhe Vorrang. Und falls Du auf dem Rückweg vom Angeln mit den Kumpels noch einen Rest Bourbon in der Flasche im Fond hast, wird es in Kanada brenzlig: Angebrochene Alkoholika dürfen hier nur im Kofferraum transportiert werden. In Frankreich musst Du seit neuestem sogar immer einen Einweg-Alkoholtest im Auto mit Dir führen. Und in Simbabwe darf der Fernlichtscheinwerfer nicht über dem Abblendlicht angebracht sein. Ungünstig bei einem gemieteten Jeep mit großem Stoßfänger vorn, bei dem die Scheinwerfer oben montiert sind. Wer das passende Werkzeug bei sich trägt, kann sich gerne behelfen und alles entsprechend umschrauben; dann hängen die Scheinwerfer eben bis Botswana nach unten von der Stange. Wichtig ist nur, dass man nicht vergisst, vor der Fahrzeugrückgabe alles wieder an seinen ursprünglichen Platz zu montieren.

Wer reist, erlebt was.

Anhand meiner Beispiele siehst Du, dass wenn einer eine Reise tut, er etwas erleben kann. Und selbst wenn Du bei so manchen Vorschriften ungläubig den Kopf schüttelst: Reisen lohnt sich immer. Jedes Land bietet neben seinen manchmal sehr skurrilen Vorschriften grandiose Dinge, die es zu entdecken gibt. Und jede Reise mit dem Auto wird finanziell kalkulierbarer, wenn man sich vor Urlaubsbeginn noch einmal über die geltenden Verkehrsregeln des jeweiligen Landes informiert.

Was ist Dir auf Deinen Reisen schon so alles auf den Straßen wiederfahren, von dem Du uns erzählen kannst? Berichte uns doch davon, damit wir dieses Fettnäpfchen auf unseren zukünftigen Touren vermeiden können.

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3 Responses

  1. elinikachristakoglin@web.de' Christa koglin sagt:

    Bin schon viele Jahre ihre Kundin und immer zufrieden

    • Svenja Kristin Robinson Svenja Kristin Robinson sagt:

      Liebe Christa,

      das freut uns sehr zu lesen. Herzlichen Dank für das schöne Kompliment!

      Einen tollen Tag und sonnige Grüße aus München,
      Svenja Robinson

  2. RudiBudi@eclipso.ch' Zauberer78 sagt:

    Sehr cool! Ich mag andere Verkehrsschilder, die man hier nicht so oft oder gar nicht findet. Wie das mit dem Kiwi. Würde mich wundern, wenn ich mal in Echt so ein Verkehrsschild sehen werde… 😉

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